Punta del Diablo

Playa de los Pescadores
Playa de los Pescadores

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Why Uruguay?


Der Grund, wieso Uruguay ein Teil unserer Reise wurde, sind die Erzählungen von unseren Freunden Manuela und Jules. Nachdem Manuela und ich damals im Cheyenne zusammen gearbeitet hatten und ich zum ersten Mal schwanger wurde, ging sie mit Jules auf eine ausgedehnte Südamerika-Reise. Das Paar lernte unter anderem Uruguay kennen und nach ihrer Rückkehr in die Schweiz erfüllten sie sich ihren Traum und eröffneten ein kleines Ladengeschäft, in dem sie Sachen aus Südamerika verkauften. In der Folge reisten sie immer wieder nach Uruguay und schwärmten daheim von den schönen Stränden, den gemütlichen, herzlichen Menschen, dem Leben in der 'Schweiz Südamerikas'. Ihr Geschäft zügelten sie an eine Adresse im trendigen Neu-Oerlikon wo sie mehr Platz hatten und vor allem eine Kombination mit Essen und Trinken anbieten konnten. Das Ladengeschäft "Jaime. El Barco"  entwickelte sich zu einer Paninoteca, mit den feinsten Paninis in ganz Zürich.

Als ich das zweite mal schwanger wurde, war auch Manuela schwanger, Sohn Jaime ist nur 9 Tage älter als Jérôme.

Über die Jahre blieben wir in Kontakt: Die uruguayischen Geschichten waren wie ein Samen gepflanzt in meinem Hinterkopf.

Und nun sind wir also da, geniessen das Leben, die schönen Strände, das Meer, die freundlichen, gemütlichen Menschen. Das Beste am Ganzen ist, dass Jules per Zufall den Februar zu seinem Ferienmonat erklärt hat und auch hier in Uruguay ist.

Vor ein paar Tagen ist er von Punta del Este nach Punta del Diablo gekommen, zusammen mit einem Freund, dem Argentinier Mariano, und wir verbringen viel Zeit zusammen. Joël und Jérôme sind begeistert von Jules und Mariano, und für uns ist es spannend, weil wir in den interessanten Diskussionen viel über die Menschen und ihre Kultur lernen. Mariano ist Rechtsanwalt und Politiker, ein Minister im Departement 'Entre Rios'. Die argentinische Politik liefert uns viel Gesprächs- und auch Zündstoff. Nach dem letzten Schluck Wein wechseln wir zur späten Stunde zum argentinischen Nationalgetränk: Fernet Branca mit Cola. Eine gelungene Kombination von süss und bitter. Hört sich für uns vielleicht seltsam an, schmeckt aber super!

Punta del Diablo war vor 10 Jahren noch ein Fischerdorf, heute ist es einiges grösser und lebt wie alle Orte an der Küste des Atlantiks vom Tourismus. In den 3 Sommermonaten Dezember, Januar und Februar muss das Geld verdient werden, das fürs ganze Jahr reichen muss. Danach wird es wieder ruhig in Punta del Diablo. Nicht nur die vielen Cabañas, wie die Ferienhäuser hier genannt werden, sondern auch ein Grossteil der Geschäfte und Restaurants bleiben geschlossen. Wie friedlich muss es dann erst sein...?

Punta del Diablo hat 3 Strände, wir sind meist an der Playa de la Viuda. Auf den riesigen Sanddünen vergnügen sich die Jungs mit Sandboarding (ähnlich wie Snowboarding). Auch Surfer suchen nach ihrem Glück in Form einer grossen Welle.
An der Playa de los Pescadores sind heute noch Fischerboote und in kleinen Hütten wird der Tagesfang zum Verkauf angeboten. Die Playa Grande ist ebenso schön und wenn man nur 10 Minuten am Strand geht, die vielen Menschen hinter sich lässt, findet man Ruhe und Abgeschiedenheit.

Obwohl das Dorf in den letzten Jahren stark gewachsen ist, hat es sein relaxtes Hippie-Flair wahren können. Es gibt viele Künstler, die ihre Handarbeiten verkaufen: Schmuck, Flip-Flops aus Leder, kunstvoll angefertigte Mate-Tassen aus allen möglichen Materialien. Die Strassen im Dorf sind abgesehen von der Hauptstrasse unbefestigt: Zahlreiche Polizisten sorgen dafür, dass die Autos im Schritttempo durch die Menschenmengen fahren. Ein Restaurant reiht sich am anderen, alle ein bisschen improvisiert, wie auch der Künstlermarkt. Die Cabañas verteilen sich auf eine grosse Fläche, manche stehen inmitten einer Sanddüne und das Hostel de la Viuda, indem wir die ersten 3 Nächte verbrachten, steht überhaupt mitten im Schilf. Wären die nächtlichen Parties der Gäste nicht, wäre es so abgelegen total still.
Nun haben wir eine Cabaña gemietet und in unserer kinderfreundlichen, rekaähnlichen Anlage gibt es einen Swimmingpool, einen Fussballplatz und sogar ein Minigolf. Unsere Cabaña ist sehr gross, hat einen Sitzplatz mit Sicht auf Swimmingpool, Spielplatz und Meer und eine Grillstelle, die wir fast täglich nutzen für ein Asado.
Wir haben den lokalen Rythmus angenommen, ihn sogar ein bisschen uebertroffen, denn wir fruehstuecken am Mittag, das Mittagessen ist um 17 Uhr und das Nachtessen gibts erst um Mitternacht - dafuer schlafen dafür bis mittags.

Es könnte nicht schöner sein! Wir beenden die Reise sozusagen wenn es am schönsten ist...

 

 

 

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Miguel (Dienstag, 14 Februar 2012 00:19)

    Hola Carinne, ich fand deinen Bericht so schoen, uber mein Heimatland, dass ich es auf meine Seite uebernommen habe, mit link natuerlich.Ich hoffe, das ist in Ordnung fuer dich.
    www.uruguaynatural.net

Momentaner Aufenthaltsort

Highlights

  • Bergkette im Sueden Kasachstans
  • Boomende Staedte in China, Beijing und Shanghai
  • Einsamkeit und Schoenheit der Natur in Kanada
  • Besuch bei Onkel Christian in Kalifornien USA
  • Regen(!)wald und tropische Straende in Costa Rica
  • Das beeindruckendste Bauwerk: der Panama Kanal
  • Canyons im Norden Argentiniens, Gletscher, Wind und Endzeitstimmung in Patagonia und Tierra del Fuego
  • Sandduenen und gemuetliches Strandleben in Uruguay