Colonia, Nueva Helvecia, Montevideo

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Colonia del Sacramento

In knapp 1,5 Stunden sind wir mit dem riesigen Katamaran ueber den breiten Rio Plata gefahren, haben Argentinien hinter uns gelassen und sind in Uruguay angekommen. Colonia del Sacramento ist die einzige Stadt ausserhalb Brasiliens, die von den Portugiesen gegruendet wurde. Man kann einige Haeuser aus dem spaeten 17. Jahrhundert sehen in der Altstadt - am meisten aber beeindruckt uns das Stadttor mit den grossen Ketten am Eingang.Ansonsten ist es sehr ruhig und wir sind froh, koennen wir am naechsten Tag schon wieder weiter.


Nueva Helvecia - Colonia Suiza

Die Fahrt uebers wenig besiedelte Land erinnert an die Schweiz. Noch viel staerker werden die Gefuehle am Eingangstor von Nueva Helvecia, dass in Form eines alten Berner Bauernhauses gestaltet ist. Auf dem Weg ins Dorfzentrum kommen wir am Kantonsbaum vorbei - ein metallener Baum, an dem fuer jeden Schweizer Kanton eine Flagge an einem "Ast" befestigt ist. Nueva Helvecia, "Neu-Helvetien" wurde von ein paar Schweizern gegruendet, die ab 1862 ihr Glueck fern der Heimat suchten. Das Dorf wird heute oft auch "Colonia Suiza" genannt. Wenn man nun aber denkt, dass dort alle schweizerdeutsch sprechen, liegt man falsch. Schon laengst haben sich die Einwanderer angepasst, wie gute Schweizer eben sind ;-).  Auch im Restaurant San Juan (Sankt Johann...?) sucht man ausser Kasseler mit Sauerkraut vergeblich nach Schweizer Gerichten. Dabei haetten wir so gerne wieder einmal Roesti gegessen, oder Bratwurst, oder "Saerwilaa"... 


Montevideo

Da Uruguay ein ziemlich kleines Land ist und alles nah zusammenliegt, koennen wir nach der Dorfbesichtigung  von Nueva Helvecia noch gleich in die Hauptstadt, nach Montevideo, weiterfahren. Hier lebt fast die Haelfte der Bevoelkerung Uruguays, etwas mehr als 1 Million Menschen. Zudem ist es nach Tokyo die sicherste Metropole weltweit - wer haette das gedacht? Gesprochen wird aehnlich wie in Argentinien, das heisst, auch hier wird das "y" und das Doppel-L "ll" als stimmhaftes "sch"  ausgesprochen. Das hoert sich dann etwa so an "Me schámo Coco", oder so.
Ein ganz wichtiger Unterschied zu Argentinien wird uns aber am ersten Abend in Uruguay vor Augen gefuehrt. Auch hier ist die Parrillada, der Grill-Plausch allgegenwaertig. Im Vergleich zu Argentinien wird aber nicht mit Kohle angeheizt, sondern auf einer speziellen Vorrichtung in der Grillstelle wird Holz verbrannt, die Glut, die wegfaellt unter das Grillgut gelegt. Das wuerden vermutlich auch die Argentinier vorziehen, aber nur dank den wenigen Einwohnern und dem vielen Holz koennen sie es sich leisten.
Montevideo hat eine huebsche kleine Altstadt, unmittelbar am Hafen. Die ist aber schnell gesehen. Das Carneval-Museum ist huebsch, reisst uns aber nicht aus den Socken. Hauptsache es ist schoen warm. Neuigkeiten aus der Schweiz erreichen uns - eine Kaeltewelle, wie sie nur alle paar Jahre vorkommt. Minus 15 im Flachland und solche Spaesse. Hoffentlich ist es waermer wenn wir in 2 Wochen heimkommen... 

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Kommentare: 2
  • #1

    Nathalie,Juan&Nahuel (Montag, 06 Februar 2012 12:36)

    Gerne laden wir Euch bald zu einer Rösti zu uns ein ;-) ...wir können dann aber auch empanadas zur Vorspeise anbieten und uns den ganzen Tag in porteño unterhalten ;-) hihi
    Nahuel freut sich Euch kennenzulernen!
    Besos

  • #2

    Tim (Freitag, 10 Februar 2012 17:41)

    Ouh,
    das hört sich aber mal vielversprechend an :)
    Müsste ich mal ausprobieren.

    Viele Grüße
    Tim

Momentaner Aufenthaltsort

Highlights

  • Bergkette im Sueden Kasachstans
  • Boomende Staedte in China, Beijing und Shanghai
  • Einsamkeit und Schoenheit der Natur in Kanada
  • Besuch bei Onkel Christian in Kalifornien USA
  • Regen(!)wald und tropische Straende in Costa Rica
  • Das beeindruckendste Bauwerk: der Panama Kanal
  • Canyons im Norden Argentiniens, Gletscher, Wind und Endzeitstimmung in Patagonia und Tierra del Fuego
  • Sandduenen und gemuetliches Strandleben in Uruguay